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Familienpool – was ist das?

Ein Familienpool ist ein gesellschaftsrechtliches Instrument, in das Vermögen – häufig in Form von Immobilienvermögen – eingebracht wird. Im Familienpool werden dann die Familienmitglieder als Gesellschafter beteiligt. Das Resultat: Das Vermögen gehört nicht mehr den Übergebern, sondern der Gesellschaft, an der die Kinder bzw. Enkelkinder beteiligt sind.

Dabei gibt es einiges zu beachten: Zum Beispiel sichert die bewusste Ausgestaltung der Stimmrechte im Gesellschaftsvertrag eine dauerhafte Einflussnahme der Übergeber auf das Gesellschaftsvermögen. Gleichzeitig wird das Vermögen dauerhaft vor dem Zugriff von Gläubigern, Geschiedenen, Pflichtteilsberechtigten und Schwiegerkindern geschützt.

Um das Vermögen in der Gesellschaft dauerhaft zu bündeln und vor der Zerschlagung zu bewahren, sollten im Gesellschaftsvertrag detailreiche Kündigungseinschränkungen und Regelungen zu Abfindungen fixiert werden. Zusätzlich abgesichert wird das Vermögen durch Ge- und Verbote sowie durch Rückforderungsrechte im Schenkungsvertrag, mit dem die Vermögensanteile übertragen werden – nach Bedarf flankiert durch passende Vollmachten, Eheverträge und Testamente. Und eine passende steuerliche Gestaltung vermeidet bzw. reduziert die Erbschaftsteuer und die Einkommensteuer.

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Auf einen Blick: die Vorteile eines Familienpools

  • 1. Bewertungsprobleme und Streit werden vermieden – über die Aufteilung einzelner Immobilien auf die Kinder und Enkel.
  • 2. Steuerfreibeträge werden ausgenutzt – durch die zielgenaue Aufteilung des Vermögens bei der Übertragung an die Kinder.
  • 3. Das Familienvermögen wird zusammengehalten und vor der Zerschlagung geschützt – über Generationen.
  • 4. Der Familienpool schützt vor dem Zugriff von Gläubigern der Kinder – auch Asset Protection genannt.
  • 5. Die Kinder werden an die verantwortliche Verwaltung des Familienvermögens herangeführt – Schritt für Schritt.
  • 6. Es kommt zu einer günstigeren Verteilung der Einkommensteuerlast – aus Gesamtsicht der Familie.
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Welche Rechtsform ist sinnvoll für eine Familiengesellschaft?

Familiengesellschaften können sowohl als Kapitalgesellschaft (meist als GmbH) als auch in Form einer Personengesellschaft errichtet werden. Wenn die Haftungsrisiken bei einer rein vermögensverwaltenden Familiengesellschaft überschaubar sind, bieten sich auch Personengesellschaften an. Übliche Personen-Gesellschaftsformen für den Familienpool sind die GbR, die Kommanditgesellschaft bzw. die GmbH & Co. KG.

Die Wahl der richtigen Rechtsform
Die Vor- und Nachteile einzelner Gesellschaftsformen im Hinblick auf Gründungskosten, Praktikabilität, Haftungsrisiken und steuerliche Aspekte sind gegeneinander abzuwägen. Die Bewertung von Immobilien- und Unternehmensvermögen zur Durchführung eines Steuerbelastungsvergleichs sollte die Grundlage der Planung bilden.