Kündigung erhalten? Was Sie jetzt tun sollten

Nach Erhalt der Kündigung haben Sie drei Wochen Zeit sich zu wehren. Wird diese Frist überschritten, gilt die Kündigung als wirksam und kann nicht mehr angegriffen werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie berechtigt oder unberechtigt entlassen wurden. Der finanzielle und emotionale Schaden lässt sich nach unseren Erfahrungen begrenzen. Daher empfehlen wir jedem Betroffenen, sich frühzeitig rechtliche Hilfe zu suchen statt auf eigene Faust mit dem Arbeitgeber zu verhandeln.

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Thomas Schmit

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Generell gilt: Abfindung klären

In der Praxis wird regelmäßig im Rahmen eines Aufhebungsvertrages oder auch in einem Kündigungsschutzprozess vor dem Arbeitsgericht die Zahlung einer Abfindung vereinbart. Durch geschicktes Verhandeln kann eine ordentliche Abfindung erzielt werden.

Welche Rechte habe ich nach einer Kündigung?

Der Arbeitgeber muss sich bei der Kündigung an das Gesetz und gewisse Vorgaben halten. Denn jeder Arbeitnehmer besitzt einen gesetzlichen Kündigungsschutz, sofern er be­reits länger als sechs Mo­na­te beschäftigt ist (§ 1 Abs.1 KSchG) und der Ar­beit­ge­ber mehr als zehn Ar­beit­neh­mer beschäftigt (§ 23 Abs.1 KschG). Die Voraussetzungen an eine wirksame Kündigung durch den Arbeitgeber sind hoch. In den meisten Fällen ist die vom Arbeitgeber erklärte Kündigung unwirksam. Wenn Sie eine Kündigung erhalten haben, sollten Sie sich auf keinen Fall akzeptieren, sondern sich zur Wehr setzen. Ihre genauen Möglichkeiten erklärt Ihnen ein Anwalt für Arbeitsrecht.

Gesetzliche Anforderungen an eine wirksame Kündigung

  • Einhaltung der Schriftform (§ 623 BGB)
  • Einhaltung gesetzlicher, (§ 622 BGB), bzw. arbeits- oder tarifvertragliche Kündigungsfristen
  • Beachtung des allgemeinen oder besonderen Kündigungsschutzes
  • Einhaltung der Kündigungserklärungsfrist (626 BGB)
  • Vorherige Anhörung des Betriebs-, oder Personalrats (§ 102 BetrVG, § 79 BPersVG)
  • Vorherige Zustimmung Integrationsamt (§ 168 SGB IX)
  • Kündigungsverbot Mutterschutz (§ 17 MuSchG)
  • Kündigungsverbot Elternzeit (§ 18 BEEG)
  • Kündigungsverbot Betriebsübergang (§ 613a BGB)
  • u.v.m.

Beispiel: Betriebsbedingte Kündigung

Häufig spricht der Arbeitgeber eine betriebsbedingte Kündigung aus. Damit diese wirksam ist, muss belegt werden, dass der Arbeitnehmer auch an einem anderen Arbeitsplatz im selben Betrieb nicht weiterbeschäftigt werden kann. Sodann muss vom Arbeitgeber ein wirksamer Sozialplan erstellt werden, wobei sämtliche vergleichbare Arbeitnehmer berücksichtigt werden müssen. Gerade in Großunternehmen passieren hier regelmäßig Fehler was zur Unwirksamkeit der Kündigung führt. Erfahrungsgemäß sind betriebsbedingte Kündigungen in den meisten Fällen unwirksam, und somit rechtlich angreifbar.

Ihre Checkliste nach einer Kündigung
  • Ruhe bewahren
  • Anwalt für Arbeitsrecht aufsuchen
  • 3-Wochen-Frist beachten
  • Abfindung berechnen
  • Nicht auf eigene Faust mit Chef oder Vorgesetzten verhandeln

Betriebsbedingte Kündigung nicht zulässig wenn

  • es nicht zu einem Wegfall des Arbeitsplatzes gekommen ist
  • Weiterbeschäftigung auf einem anderen Arbeitsplatz in dem Beschäftigungsbetrieb oder in einem anderen Betrieb des Unternehmens möglich ist
  • Weiterbeschäftigung unter geänderten Arbeitsbedingungen – bei Einverständnis des Arbeitnehmers möglich ist
  • Weiterbeschäftigung nach zumutbarer Umschulung und Fortbildung (BAG, Urteil vom 29. August 2013, Az. 2 AZR 721/12) möglich ist
  • Sozialplan fehlerhaft erstellt wurde
  • sie unverhältnismäßig ist

Häufig schieben Arbeitgeber betriebsbedingte Kündigungen vor, wenn sonst kein Kündigungsgrund existiert um den Arbeitnehmer wirksam entlassen zu können.

Mein Arbeitgeber bietet mir eine Abfindung an

Regelmäßig bieten Arbeitgeber, unter der Voraussetzung, dass Arbeitnehmer keine Kündigungsschutzklage erheben, eine Abfindung an. Klären Sie zunächst unbedingt ab, ob die Abfindungssumme gerechtfertigt ist. Die Höhe der Abfindung ist nämlich stets eine Frage des Einzelfalls. Dabei spielen Faktoren wie die Dauer der Betriebszugehörigkeit und das durchschnittlicher Bruttomonatsgehalt eine wichtige Rolle. Doch auch der ausgeübte Beruf, die Branche und die Sozialdaten des Arbeitnehmers können die Höhe der Abfindung wesentlich beeinflussen. Ein Experte im Arbeitsrecht kann oft eine höhere Abfindungssumme, als von Arbeitgeber angeboten, erzielen.

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