AUSGEZEICHNET.ORG

US-Militär in Deutschland von Steuerzahlungen befreit – oder doch nicht?

Eigentlich sind Angehörige der US-Army, die in Deutschland stationiert sind, von Steuerzahlungen in Deutschland befreit. Denn schon seit 1951 ist im Nato-Truppenstatut geregelt, dass die Bezüge und der Sold nur im Heimatland, also den USA, versteuert werden – US-Streitkräfte sind also von der Zahlung deutscher Einkommenssteuern befreit.

Doch immer wieder gibt es gerade am Standort Ramstein Fälle, in denen das Finanzamt Kusel-Landstuhl Steuerforderungen an

  • Soldatinnen und Soldaten und deren Familien sowie
  • An zivile Angestellte und deren Familien richtet.

Oft werden den Betroffenen Geldstrafen bis zu einer Höhe von 10.000 Euro angedroht – oder sogar eine Gefängnisstrafe!

Sind Sie betroffen von solchen unberechtigten Steuerforderungen? Unsere Steuer-Fachanwälte unterstützen Sie gerne bei der Abwehr unberechtigter Forderungen der deutschen Finanzämter.

Steuerschulden, 10 Jahre zurück gerechnet

In den letzten Jahren häufen sich juristische Auseinandersetzungen, bei denen es um bis zu 300.000 Euro geht – Summen, die existenzbedrohend sind. In den Verfahren sind zwei Fragen besonders wichtig:

  1. Haben die Personen die deutsche Staatsbürgerschaft?
  2. Halten sich die Personen aus anderen Gründen als ihrer Beschäftigung bei der US-Army in Deutschland auf?

In solchen Fällen greift das Abkommen zur Doppelbesteuerung, das Deutschland im Jahr 2006 mit den USA geschlossen hat – das heißt, hier werden Zahlungen sowohl an den us-amerikanischen als auch an den deutschen Fiskus fällig.

Doppelbesteuerung – welche Begründungen gibt es noch?

Eine Ehe zwischen einem Mitglied der US-Truppen und einer in Deutschland steuerpflichtigen Deutschen oder einem Deutschen gilt als Indiz, bei dem ein zuständiges Finanzamt aktiv werden kann. Und auch Kinder, die aus einer solchen Ehe stammen, spielen bei der Prüfung der Steuerpflicht eine Rolle – genau wie eine gemeinsame Eigentumswohnung.

Im Visier des Finanzamts: Benzin, Zigaretten und Sport

Besonderes Augenmerk liegt in einem Verfahren, das derzeit vorm Bundesfinanzhof anhängig ist, außerdem noch auf den Vergünstigungen, die Angehörige der US-Army bekommen. In preiswertem Benzin, billigen Zigaretten oder der kostenfreien Nutzung von Sportstätten, Fitnessstudios und Golfplätzen erkannte ein deutsches Finanzamt geldwerte Vorteile, für die pauschal 18.000 Euro pro Jahr angesetzt wurden – ganz egal, ob die betroffene Person diese vergünstigten Möglichkeiten überhaupt nutzt. Oder ob eine fehlende Bereitschaft zur Rückkehr in die USA nachgewiesen werden kann.

Wehren Sie sich gegen ungerechtfertigte Steuerforderungen!

Sie brauchen Unterstützung bei der Abwehr einer unberechtigten Forderung eines deutschen Finanzamts? Oder sind Sie bereits aufgefordert werden, eine Einkommenssteuererklärung für die Nachversteuerung abzugeben? Wir von der Kanzlei BlumLang sind Experten im deutschen Steuerrecht – und stehen Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite.

Schnell Hilfe erhalten

Rufen Sie uns gleich an oder senden Sie uns eine Nachricht

Das könnte Sie auch interessieren

Datenschutzerklärung

Impressum

Rürup-Rente: Urteil OLG Köln Schadensersatz bei Falschberatung